
Inhaltsverzeichnis
Der Begriff Erotomanie beschreibt ein Phänomen, bei dem eine Person felsenfest davon überzeugt ist, dass eine andere Person in sie verliebt ist – unabhängig davon, ob dies tatsächlich der Fall ist. Im Fokus steht dabei meist nicht nur ein harmloses Verliebtsein, sondern eine ausgeprägte Fixierung auf die vermeintliche Zuneigung. Oft beruht diese Annahme auf Missverständnissen oder der Überinterpretation alltäglicher Gesten. Die betroffenen Personen können diese Signale als klare Liebesbeweise interpretieren, was zu intensiven Fantasien führt, die weit über das hinausgehen, was in einer realen Triole (Dreierbeziehung) oder Affäre passiert.
Erotomanie kann vielfältige Ursachen haben. Meist verbinden sich psychische Faktoren, wie ein geringes Selbstwertgefühl oder das Bedürfnis nach emotionaler Bestätigung, mit einer romantischen Sehnsucht. In manchen Fällen kann ein gestörtes Verhältnis zu zwischenmenschlichen Beziehungen dazu führen, dass jemand eine bestimmte Person zum Objekt seiner Begierde erklärt. Hinzu kommen Einflüsse der Medien. Auch der Konsum von idealisierten Darstellungen, wie etwa in Female Porn, kann bei labilen Persönlichkeiten dazu beitragen, realistische Beziehungserwartungen mit Fiktion zu vermischen.
Erotomanische Neigungen lassen sich nicht allein auf spielerische Tagträume reduzieren. Man spricht häufig von einer Grenzüberschreitung. Während im BDSM-Bereich Konzepte wie Risk-aware consensual kink (RACK) für Sicherheit und Einvernehmlichkeit sorgen, fehlt bei der Erotomanie der Konsens des Gegenübers völlig. Betroffene können versuchen, ständig Kontakt zu ihrer vermeintlichen Liebesperson herzustellen, sei es durch Nachrichten, Besuche oder Geschenke, was schnell in Stalking umschlagen kann.
In vielen Kulturen wird die Idee einer alles verzehrenden Liebe idealisiert. Lieder und Filme erzählen von unerschütterlichen Gefühlen. Dieser romantische Schleier kann die Wahrnehmung verklären. Auch das Internet hat die Grenzen verändert. Die ständige Erreichbarkeit kann eine Erotomanie anheizen. In extremen Fällen kann die Obsession so weit führen, dass Betroffene sich finanziell ruinieren, ähnlich einem Moneypig im Fetischbereich, nur dass hier die Hingabe nicht auf einem Spiel, sondern auf einer Wahnvorstellung basiert.
Wer an Erotomanie leidet, entwickelt oft anhaltende Tagträume. Ein kurzer Blick kann zum Zeichen ewiger Liebe, ein beiderseitiges Lächeln zum Heiratsversprechen erklärt werden. Das Problem ist rein psychischer Natur und hat nichts mit körperlichen Funktionsstörungen zu tun, wie sie etwa durch eine Schwellkörperautoinjektionstherapie (SKAT) behandelt werden müssten. Die "Störung" liegt hier in der Wahrnehmung der Realität, nicht in der körperlichen Fähigkeit zur Liebe.
Erotomanie sollte ernst genommen werden, da sie für alle Beteiligten weitreichende Folgen haben kann. Eine therapeutische Begleitung ist häufig der erste Schritt, um die eigene Wahrnehmung zu überprüfen und realistische Einschätzungen zu erlernen. Psychotherapeutische Ansätze können helfen, Ursachen zu ergründen. Wichtig ist auch eine offene Kommunikation: Freundeskreise und Vertrauenspersonen können Betroffene darin unterstützen, hoffnungsvolle Illusionen von der Realität zu unterscheiden.
Ist Erotomanie eine anerkannte Krankheit?
Ja, sie wird in der Psychiatrie als wahnhafte Störung klassifiziert (auch bekannt als De-Clérambault-Syndrom). Der Betroffene ist unkorrigierbar davon überzeugt, geliebt zu werden.
Wer ist meistens betroffen?
Statistisch gesehen sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Das Objekt der Begierde ist oft eine unerreichbare Person mit höherem sozialen Status (z.B. Arzt, Chef, Prominenter).
Was kann man als Opfer tun?
Klare Grenzen setzen und Kontaktversuche konsequent ignorieren oder abblocken. Da rationale Argumente oft nicht helfen, kann bei Belästigung polizeiliche Hilfe oder eine einstweilige Verfügung notwendig sein.
Erotomanie ist oft mit starken Emotionen und einer verzerrten Wahrnehmung verbunden. Die Grenze zwischen intensiver Zuneigung und übersteigerter Obsession kann fließend sein. Aufklärung und ein sensibles Umfeld sind wichtige Schritte, um einen Ausweg aus den fixierten Vorstellungen zu finden.
Wenn Sie hingegen reale neue Bekanntschaften suchen, die Ihre Leidenschaft verstehen und mit Ihnen sinnliche Abenteuer auf Augenhöhe entdecken möchten, schauen Sie sich gerne bei fremdgehen69.com um. Dort können Sie Gleichgesinnte kennenlernen und im geschützten Rahmen gemeinsame erotische Erfahrungen vertiefen.
![]() | Author: Daniel Krämer M.A. in Digital Sociology, Lead Tester und Experte für Dating-Produkte und Trends |